Schule als Staat - ein Projekt am MBG |
|
In Backnang wurde ein Staatsparlament gewählt und die Medien haben bislang keine Notiz davon genommen! Diese Tatsache zeugt allerdings nicht von der Ignoranz der Presse, sondern ist dem besonderen Kontext zuzuschreiben, in dem die Parlamentswahl sowie die erste Parlamentssitzung stattgefunden haben. Denn nicht alle Backnanger sind Bürger des Staates Bornien-Maxogovina. „Schule als Staat“ lautet der Name eines Projekts, in dem sich das Max-Born-Gymnasium in den funktionierenden Staat „Bornien Maxogovina“ mit eigener Regierung, Währung, Flagge, Hymne sowie funktionierenden Firmen verwandeln soll. Nun hat die erste Parlamentssitzung stattgefunden. Bis zu den Wahlen haben die beiden Schulsprecher Gregor Häußermann und Dilek Sevinic das Projekt betreut. Aber von jetzt an übernimmt das von 900 Schülern und Lehrern gewählte 35 Sitze umfassende Parlament die Arbeit. „Einerseits sind wir natürlich erleichtert, weil die Arbeit sich jetzt auf mehrere Schultern verteilt – andererseits auch etwas wehmütig, weil jetzt alles seinen eigenen Gang geht!“, erklärt Dilek Sevinc angesichts des sich verselbständigenden Staatswesens. Beide gehören allerdings ebenfalls dem Parlament an und werden auf diese Weise weiterhin dafür sorgen, dass das Projekt gelingt. Die Eröffnung des Parlaments fand durch Alterspräsident Armin Dobler statt, welcher als Lehrer auch für eine paritätische Verteilung der Lehrer- und Schülerinteressen Sorge trägt. Danach folgte die Eröffnungsrede von Jesse Margolis, dem gewählten Staatspräsidenten. Im Anschluss wurden Markus Schildknecht zum Parlamentspräsidenten und Tobias Häußermann zu seinem Stellvertreter gewählt. Nun wurden die Minister gewählt: Marvin Pfister (Innen), Sonja Frank (Außen), Adrian Malzer (Justiz), Steven Havlik (Arbeit), Silvan Häußermann (Wirtschaft), Christian Nathan (Umwelt), Moritz Krause (Gesundheit) und Dominik Weller (Finanzen) werden die jeweiligen Ressorts leiten. Das Parlament wird sich ab sofort in einem 14-tägigen Turnus treffen, um ein gelungenes Schuljahresende mit dem dreitägigen Projekt „Schule als Staat“ zu ermöglichen. Alle Backnanger können dann Ende Juli den Schulstaat als Touristen besuchen und sich dort mit den politischen und kulturellen Gepflogenheiten der Bornier vertraut machen. |
|