Da staunten die Grundschüler

Schüler-Mentorenprojekt zwischen dem MBG und der Schillerschule

Was man hört, vergisst man.
Was man sieht, daran kann man sich erinnern.
Nur was man selber tut, kann man verstehen.

Nach diesem chinesischen Sprichwort sammelten Grundschüler der Klassen 4 der Schillerschule Erfahrungen beim Experimentieren. Dr. Wilfried Musterle  kam mit 60  Schülerinnen und Schülern der Klassen 11a und 11b des Max-Born-Gymnasiums an die Schillerschule, um den Kindern viele spannende Versuche näher zu bringen.

Mit viel Erfahrung und Engagement initiierte  Dr. Musterle dieses Schüler-Mentorenprojekt „Chemie an der Grundschule“ als Abwechslung im Schulalltag, denn es gibt nichts Schöneres „als die staunenden Augen der Grundschüler“.

Das Projekt wird finanziell unterstützt von SÜDWESTMETALL. „Mit den Bausteinen von technik-bw bieten wir Schulen, Unternehmen und Hochschulen aufeinander abgestimmte Projekte  an, die alle nur ein gemeinsames Ziel haben- die Förderung des naturwissenschaftlichen und technischen Nachwuchses in Deutschland“, unterstreicht Michael Kempter, Geschäftsführer von Südwestmetall Rems-Murr.

Mit großer Begeisterung und enormer Konzentration und Ausdauer erforschten die Grundschüler  bei „Geheimschriften“, „Brause zum Selbermachen“, „Windelwunder“, „Blaukraut oder Rotkraut“ und „Geschmackszonen der Zunge“ mit Reagenzgläsern, Filter, Petrischale und Luftballons sowie Soda, Essig, Zitronen, Zucker und Blaukraut die Welt der Chemie.

Die Schüler wurden dadurch zu genauer Beobachtung, Wahrnehmung und Dokumentation angeregt und erhielten Gelegenheit, selbsttätig und verantwortungsvoll zu handeln.
Experimente haben einen festen Platz im Mensch-Natur- und Kultur-Unterricht in der Grundschule, um den Kindern frühzeitig und altersgerecht einen ersten Zugang zur Welt der Naturwissenschaft zu zeigen. Aber auch die Gymnasiasten profitierten von diesem Chemie-Experimentiertag. Ihre Mentorentätigkeit förderte ihr soziales Lernen und ihre Fähigkeiten, auf junge Menschen individuell einzugehen. Feinfühlig und kompetent erklärten sie komplexe Sachverhalte und Begrifflichkeiten der Chemie kindgerecht.

Nach vier Stunden aktiv-entdeckendem Unterricht meinten Grundschüler und Elftklässler einhellig: „Gemeinsames Experimentieren ist das Beste!“ Wann machen wir weiter?