BKZ, 01.07.2010

Millionenschweres Energiepaket

Am Max-Born-Gymnasium werden Fenster erneuert und die Dachfläche gedämmt – Konjunkturpaket II des Bundes fließt ein


Wegen des großen Umfangs der Sanierungsarbeiten mit einem massiven Gerüst eingepackt: Max-Born-Gymnasium.

Das Max-Born-Gymnasium wird in puncto Energie auf den neuesten Stand gebracht. Die Sanierung kostet 3,7 Millionen Euro. Dazu gibt es 1,7 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II.

Mit der energetischen Sanierung wird das Max-Born-Gymnasium den Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV) angepasst. Die Flachdächer des Hauptgebäudes werden wärmegedämmt, gleichzeitig werden die zunehmenden Undichtigkeiten des Daches behoben.

Immer wieder auftretende Leckagen waren, wie das Stadtbauamt dazu erklärt, über viele Jahre hinweg häufig nur partiell behoben worden. Daher hat die ausführende Firma nun mit teilweise zehn Zentimeter hohen Abdichtungsebenen zu kämpfen. Da die Arbeiten während des Schulbetriebs ausgeführt werden, arbeitet die ausführende Firma schon in den frühen Morgenstunden, damit der Unterricht ohne große Störungen vonstattengehen kann.

Weiter werden die alten Einfachverglasungen der beiden Treppenhäuser gegen Dreifachverglasungen ausgetauscht – ebenfalls unter dem Aspekt des Energieverbrauchs. Die Aluminium-Vertikalschiebefenster aus den Achtzigerjahren der Klassen- und Fachräume sowie die Außenjalousien werden ebenfalls entfernt und durch Dreifachverglasungen mit integriertem Sonnenschutz ersetzt.

Das Gesamterscheinungsbild des Gebäudes mit seiner klaren Gliederung bleibt weitestgehend erhalten. Das wird mittels einer vorgehängten, wärmegedämmten Fassade erreicht, wobei die geschlossenen Flächen mit Glasfaserbetonplatten und die Brüstungsfelder mit farbigen Glasscheiben ausgeführt werden.

Damit die Abbrucharbeiten der Fenster und Fassadenflächen exakt am ersten Ferientag der Sommerferien beginnen können, wurde schon in den Pfingstferien mit dem Aufbau des Gerüstes begonnen. Für die Arbeiten an der schweren Dreifachverglasung sind die Anforderungen erhöht. Daher musste das Gerüst wie ein separates Bauwerk ums Hauptgebäude herum aufgestellt werden.

Alle möglichen Vorarbeiten werden, so gut es geht, schon im Vorfeld ausgeführt. Dies erfolgt in ständiger Absprache mit dem Stadtbauamt Backnang, den mit der Ausführung beauftragten Backnanger Architekturbüros Burr, Feinauer und Weller sowie mit der Schulleitung. Immerhin handelt es sich um rund 1000 Quadratmeter Flachdach, etwa 350 Fenster und rund 1200 Quadratmeter Fassadenfläche, die innerhalb sechs Wochen abgebrochen und wieder eingebaut werden müssen. Von den 3,7 Millionen Euro, die die Umbaumaßnahme kostet, übernimmt der Bund rund 1,7 Millionen Euro, den Rest die Stadt Backnang als Bauherr. Damit diese Maßnahme in relativ kurzer Zeit ohne Verzögerung erledigt werden kann, hoffen alle Beteiligten nach den verregneten Pfingstferien auf sonnige Sommerferien, sodass der Schulbetrieb im September ungehindert wieder aufgenommen werden kann.