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Sie tragen freche grüne Kappen auf dem Kopf und interessieren sich für technische Vorgänge und Naturphänomene. Die 30 Mädchen und Jungen des Max-Born-Gymnasiums im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren nennen sich Technikdetektive und sind den kleinen als auch größeren Geheimnissen aus Naturwissenschaft und Technik auf der Spur. Am Samstagvormittag wurden sie von älteren Gymnasiasten der Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) sowie Physiklehrer Ewald Müller bei einem Technik-Parcours betreut, den diese an fünf Stationen in den Klassenzimmern ihrer Schule aufgebaut hatten. Mit viel Spaß und Forschergeist waren die wissbegierigen Kinder dabei, als es etwa darum ging, Wasserraketen zu bauen, das eigene Lungenvolumen mittels einer Wasserglocke zu messen oder sich Gedanken über den Bau einer Batterie mithilfe von Münzen und Zitronen zu machen. Bei einem amüsant dargestellten Informationsfilm erfahren die kleinen Tüftler, was es mit Spannung und Widerstand auf sich hat und dürfen anschließend selber experimentieren. Was steckt hinter der Farbe Schwarz? Eine Antwort darauf zu finden, ist ein weiteres Feld, sein Wissen zu erweitern, ebenso wie das Bauen einer Brücke aus Papier und den Fragen von Statik und Belastbarkeit, die sich aufwerfen, wenn man sich als Bauherr erst einmal erprobt hat. „Es ist wichtig, dass Kinder schon frühzeitig für die technische Berufswelt sensibilisiert werden", sagt Michael Kempter, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Rems-Murr von Südwestmetall, der weiß, dass die deutsche Wirtschaft auch künftig davon abhängt, auf ausreichend technischen Nachwuchs zurückgreifen zu können. Auf den sich langfristig verschärfenden Fachkräftemangel blickt auch der Arbeitgeberverband Südwestmetall mit bangem Blick und will aktiv gegen die bedrohliche Situation vorgehen. Mit den Technikdetektiven, die wiederum ein Projekt des Technik-Clubs Rems-Murr darstellen, startet deshalb eine Qualifizierungsoffensive, die Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren begleiten will. Mit dem Projekt Technolino nämlich beginnt die frühkindliche Förderung. Gerade bei den Acht- bis Zwölfjährigen bilden sich häufig die Neigungen und beruflichen Interessen heraus. Eine Altersspanne, die genutzt werden soll, um etwa bis zur exakten Fächerbelegung im Gymnasium, keine Lücke entstehen zu lassen. „Die Technikdetektive können helfen, das Interesse für technische Berufe herauszubilden", ergänzt Projektleiterin Annette Götzel vom Bildungsverbund Berufliche Qualifikation, der dem Verband Südwestmetall angehört. Das nachhaltige und originelle Programm der Technikdetektive, das vom Landratsamt mitgetragen wird, hat auch die Kreissparkassenstiftung Waiblingen überzeugt, die das im Herbst 2009 gestartete Projekt mit 15 000 Euro unterstützt. „Die Projektkonzeption ist gut geeignet, bei den Kindern einen Beitrag zur Förderung der technischen und naturwissenschaftlichen Bildung zu leisten. Spannung und Spaßfaktor inklusive", begründet Stiftungsreferent Dr. Timo John das Engagement der Kreissparkasse. „Die Kinder sind begeistert davon, dass sie nichts bezahlen müssen. Zum Beispiel auch dann nicht, wenn wir, wie in den Osterferien zur Experimenta nach Heilbronn fahren", bestätigt auch Götzel und freut sich an dem finanziellen Spielraum. „Jetzt fehlen nur noch weitere bereitwillige Betriebe, in deren Unternehmen die Schüler Einblicke in einen von Technik bestimmten Berufsalltag nehmen dürfen", so die Projektleiterin. Wer die Technikdetektive dabei unterstützen möchte, kann sich mit Annette Götzel in Verbindung setzen. Telefon: 07151/5 683215 E-Mail: agoetzel@bbq-online.de |