Kriminalkomödie am MBG erfolgreich gelöst! |
Schülerinnen und Schüler der Theater-AG des Max-Born-Gymnasiums spielten am Freitag und Samstag das Stück „Detektiv Detlev Detzel und das Geheimnis der Millionen“, eine Kriminalkomödie von Norbert Franck, und konnten es damit an Spannung mit der Konkurrenz aus Südafrika spielend aufnehmen. |
![]() Hängten sich in die Inszenierung der Kriminalkomödie mächtig rein: Akteure der Theater-AG des MBGs |
Der etwas trottelige Privatdetektiv Detlev Detzel (hervorragend gespielt von Julia Mies) schlägt sich mehr schlecht als recht mit Gelegenheitsjobs durch, als ihm eines Tages DER Auftrag seines Lebens ins Haus flattert: Ein anonymer Anrufer beauftragt ihn, die verschwundenen Millionen aus dem „Hotel Heuhof“-Skandal zu finden - ein sehr lukratives Angebot, das Detlev und seine eifrige Assistentin Ulla Schlapp (Ewin Özkan) jedoch bald in eine Halbwelt aus zwielichtigen Mafiosi, „seeehr gefährlichen“ kleinen Drogendealern (der Masseur des Heuhof-Hotels Joe van Osten, gespielt von Tilman Rivinius) und schönen Frauen – wie die rassige Kulturdezernentin aus Kursk, Olga Koitoska (glänzend dargestellt von Anna Müller-Nielsen) führt. Die Geschichte ist so verwickelt, dass Detlev seinen ganzen kriminalistischen Spürsinn aufbieten muss, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Dabei wäre er jedoch ohne den selbstlosen Einsatz seiner Assistentin Ulla als „Minouche“ im Rotlichtmilieu ganz schön aufgeschmissen gewesen, die dabei auch noch ihren Vater, den Mafiaboss Giovanni Calzone (Laura Ritter), findet, nur um ihn schon kurz darauf – wie in der Branche leider üblich - an ein Glas Zyankali zu verlieren… Auch die ganzen Millionen sind damit leider „futschicato“. Detlev dagegen findet am Ende doch noch etwas: Nämlich seine große Liebe Ulla! Damit wird seine anfängliche Auftraggeberin, die Chefin des Heuhof-Hotels Helen Schlapp (Johanna Lasotta), auch noch seine potentielle Schwiegermutter. Wem das alles zu kompliziert war, der wurde nebenbei immer wieder von der flotten Lokaljournalistin Frauke Flink (amüsant dargestellt von Julia Ehmann) ins Bild gesetzt, die ihre Nase überall reinsteckt und einfach alles kommentiert. Ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge taten auch immer wieder die Bürginnen und Bürger (Lara Heller, Angelika Baracskai, Isabel Hebgen und Janine Pfeiffer) kund, die im „Café Maximum“ die zunehmenden „Unfälle“ und Entführungen in ihrer beschaulichen Kleinstadt mit großer Anteilnahme verfolgen. Viele kleinere Rollen, wie die Bedienungen Antonia Stern und Simone Tomski, die Putzfrau Lena Ebinger, die düsteren Bodyguards Felix Weber und Carina Schröder, Detlevs „Muttilein“ Selina Sauer, sowie die Bürgerinnen Melina Brecht, Elena Altenried, Alisa Harsch, Johanna Mies, Philippa Volz und Luisa Jilg - und nicht zuletzt der sprechende Anrufbeantworter Sabrina Ratjec, sorgten immer wieder für Lacher und trugen zum gelungenen Gesamteindruck des Stückes bei. In dieser Hinsicht wäre auch das traditionell hervorragende Bühnenbild der Bühnenbild-AG unter Leitung von Stefanie Hübner zu erwähnen, das bei sparsamen Requisiteneinsatz mit viel Liebe zum Detail glänzte. Professionell waren auch Kostüme und Maske, welche von Jan Kudlyk-Voelske geleitet wurde. Der gut gewählte und präzise Einsatz der Technik (Marius Scheffel, Frederic Wilhelm, Lukas Weber) rundete die unterhaltsame Vorstellung ab. Das Publikum belohnte die Theater-AG des MBG mit ihren Leiterinnen Barbara Wangler und Manja Heim mit großen Applaus. |