
v.l.n.r.: Inka Mößinger, Max Stumpp, Leonie Beyrle, Dilek Sevinc (MBG), Kathrin Sadroschinski und Teamcoach Jana Gilke (ehem. MBG)
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Die diesjährige deutsche Auswahl der Debating-WM in Doha, Katar 2010 war so erfolgreich wie nie zuvor. In den vergangenen zwei Wochen hat sich das deutsche Team im warmen Wüstenklima die bisher erfolgreichste Teilnahme an diesem Schul-Debattierturnier in 15 Jahren erstritten. Dabei mussten sich die Schüler, die großteils aus dem Rems-Murr-Kreis kommen, mit äußerst komplexen Themen auseinandersetzen. So debattierten sie etwa um das Recht einer Nation, Nuklearwaffen zu besitzen, kämpften für die Einführung einer Meldepflicht für Ärzte, häusliche Gewalt anzuzeigen, unterstützten eine Militärintervention in Somalia und forderten ein, Anklagen gegen Terrorverdächtige nicht in Militär-, sondern in Zivilgerichten zu verhandeln.
Neben der MBG-Sprecherin Dilek Sevinc (Klasse 12) haben Leonie Beyrle und Max Stumpp (beide Landesgymnasium für Hochbegabte, Schwäbisch Gmünd) sowie Inka Mößinger und Katrin Sadroschinski (beide Lessing-Gymnasium Winnenden) fünf der acht Vorrunden-Debatten für sich entscheiden können. Gegen die deutsche Delegation unterlagen die Teams aus Estland, Nigeria, Nepal, Katar und der Slowakei. Geschlagen geben mussten sich die Deutschen allerdings der Türkei und den hochfavorisierten Delegationen aus Australien und HongKong. Somit verpasste das deutsche Team den Einzug ins Achtelfinale um nur einen Sieg. In den Vorjahren wurden maximal vier Vorrundendebatten gewonnen.
Darüber hinaus ging der Preis für die beste Einzelsprecherwertung aus Nationen mit Englisch als Fremdsprache mit Preisträgerin Leonie Beyerle nach Deutschland. Inka Mößinger erhielt eine Medaille als Fünfte in dieser Kategorie. In der Teamwertung wurde Deutschland insgesamt 25. von 57 Nationen und drittbestes Land mit Englisch als Fremdsprache. Unter der Betreuung des Coaches Jana Gilke (Abitur MBG 2008), sowie MBG-Lehrer Christopher Sanchez und Angelika Höness vom Lessing-Gymnasium Winnenden wurden alle Erwartungen an der Teilnahme erfüllt. Weltmeister wurde Kanada, das England im Finale mit acht zu drei Richterstimmen besiegte.
Die Weltmeisterschaft im „Schools Debating“ findet alljährlich an wechselnden Austragungsorten statt. Dabei treten jeweils drei Sprecher einer fünfköpfigen Nationaldelegation auf Englisch gegeneinander an und versuchen im Rahmen vorgegebener Regeln in den Kategorien Stil, Inhalt und Strategie ihre Punktrichter von ihren Argumenten, Standpunkten und Ideen zu überzeugen. Welche Seite ein Team vertritt, wird ausgelost. |